Mo.Ki Werkzeugkoffer

Bausteine und Methoden für die Arbeit mit Schüler*innen der Sekundarstufe I

Was bietet der Mo.Ki Werkzeugkoffer?

Der Mo.Ki Werkzeugkoffer enthält detaillierte Beschreibungen praxiserprobter Bausteine zur Vermeidung der Folgen von Kinderarmut in der Sekundarstufe I. Für die meisten Bausteine wurden darüber hinaus ergänzende Unterlagen und Dokumente (Ablaufbeschreibungen, Evaluationsbögen, Kopiervorlagen etc.) entwickelt, die eine Übertragung der Konzepte auf die eigene Schule erleichtern.

In den vorliegenden Werkzeugkoffer wurden ausschließlich Bausteine, Maßnahmen und Angebote aufgenommen, die sich in der Praxis einer unter regulären Rahmenbedingungen arbeitenden staatlichen Gesamtschule bewährt haben und insofern auch für einen Transfer auf andere Schulen anbieten.

Der Werkzeugkoffer für die Sekundarstufe I wendet sich an Praktiker*innen aus Schule und Jugendhilfe, die ein Interesse daran haben, im schulischen Kontext einen Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe aller Schüler*innen zu leisten.

In welchem Kontext entstand der Mo.Ki Werkzeugkoffer?

Alle Bausteine des Mo.Ki-Werkzeugkoffers wurden in den Jahren 2012 bis 2018 an der Peter-Ustinov-Gesamtschule im Rahmen des Projektes „Mo.Ki – Monheim für Kinder“ entwickelt und erprobt. Die AWO ISS Studie zur Kinderarmut hatte schon 1999 auf erschreckende Weise das Ausmaß und die Folgen der Kinderarmut deutlich gemacht. Der AWO Bezirksverband Niederrhein e.V. beließ es nicht bei öffentlicher Kritik, sondern rief 2002 gemeinsam mit der Stadt Monheim am Rhein das Modellprojekt Mo.Ki ins Leben.

Im Verbund und mit Unterstützung zahlreicher Partner wurden seitdem nach und nach für alle Altersgruppen – von der Geburt bis zum Eintritt ins Berufsleben – aufeinander aufbauende Maßnahmen und Angebote zur Bekämpfung der Folgen von Kinderarmut entwickelt. Nach der Entwicklungsphase konnten die bewährten Maßnahmen jeweils nachhaltig in den Strukturen der Stadt verankert werden. Die so in Monheim entstandene „Präventionskette“ wurde vielerorts zum Vorbild einer vorausschauenden kommunalen Kinder- und Jugendpolitik.

Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen zum Monheimer Präventionsansatz vor?

Der Monheimer Präventionsansatz Mo.Ki wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Präventionspreis 2004 und von Anfang an intensiv wissenschaftlich begleitet.

Eine umfassende Darstellung der Hintergründe, Ansätze und Erfahrungen der Modellprojekte Mo.Ki unter 3 (ehemals „Mo.Ki 0“) für die Altersstufe 0 bis 3 Jahre bis hin zum zuletzt abgeschlossenen Projekt Mo.Ki IV für die Altersstufe 14 bis 17 Jahre  bieten die Studien des Frankfurter Institutes für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. (ISS). Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Begleitstudien können hier abgerufen werden.

Projektteam

An der Entwicklung, Erprobung und Verschriftlichung der in dieser Webseite beschriebenen Bausteine waren beteiligt: Meike Braun, Simone Feldmann, Corinna Franke, Henrik Friederici, Annegret Gerhard, Gerda Holz, Evelyn Krautstein, Renate Latzke-Iselhorst, Dr. Michael Maas, Helge Marquardt, Guido Meckel, Heike Meis, Lars Peschla, Günter Pfeil, Jutta Schäfer-Gerhards, Anne Trojahn, Achim Wieghardt und Vlora Woitassek.